15.11.2021 / Allgemein / /

Gemeindeammann-Wahl am 28. November 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschätzte Wählerinnen und Wähler

Ich bin Roland Kuster, 62, engagierter Gemeindeammann von Wettingen sowie ein glücklicher Familienmensch. Ich bin offen und ehrlich: Gerne wäre ich im ersten Wahlgang von einer guten Mehrheit als Gemeindeammann bestätigt worden. Es ist, so denke ich, ein menschlicher Zug, auf Anerkennung und Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu hoffen und darauf, das Vertrauen für das künftige Schaffen zu spüren. Doch Demokratie bedeutet, dass jede und jeder die Wahl hat. Alle Stimmberechtigten sollen ihre Meinung äussern können, sei dies zu Vorlagen oder zu Kandidierenden. Das ist wichtig, denn die lebendige Demokratie ist das höchste Gut in unserer Gesellschaft. Diesem Wettbewerb der Kandidierenden stelle ich mich sehr gerne. Ich bin überzeugt, dass ich gute Argumente habe, die für mich als Gemeindeammann sprechen. So stelle ich mich gerne im zweiten Wahlgang wieder zur Wahl als Gemeindeammann. Dieser zweite Wahlgang macht es uns und vor allem auch mir persönlich alles andere als einfach. Nach wie vor sind wir erschüttert von der persönlichen Situation von Herrn Bova und finden es sehr schwierig, den Wahlkampf in solch einer Situation starten zu müssen. Ich wünsche Herrn Bova und seiner Familie viel Kraft und eine schnelle und vollständige Genesung. Aus rechtlichen Gründen muss der zweite Wahlgang trotz allem durchgeführt werden, so wie es das Kantonale Reglement der Gemeindeordnung vorschreibt. Viel lieber hätten wir eine faire, politische Ausmarchung.

Wettingen ist auch 2021 ein äusserst beliebter Ort zum Wohnen und Leben. Wir sind mit allen Verkehrsmitteln gut und schnell erreichbar. Für Familien sind wir besonders attraktiv, da sich sämtliche Bildungsstufen vom Kindergarten bis zur Kantonsschule in der Gemeinde befinden. Wir haben ein lebendiges Vereinsleben für Sport und Kultur, nicht zuletzt dank unserem Angebot für die gesamte Bevölkerung im Tägi. Genauso attraktiv präsentieren wir uns für die ältere Generation. Man kann in Wettingen in nächster Nähe alt werden, wenn man dies wünscht. Natürlich gibt es auch bei uns Aspekte, die nicht positiv stimmen. Insbesondere die grosse Verschuldung der Gemeinde dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie bringt uns heute keine unmittelbare finanzielle Gefahr, jedoch müssen wir unbedingt jetzt die notwendigen Schritte einleiten, um diese Verschuldung senken zu können und sie nicht einfach den nächsten Generationen zu überlassen.

Natürlich bekomme ich auch mit, dass einzelne Anliegen und Wünsche nicht berücksichtigt werden oder ich höre von alltäglichen Dingen, die für einige Bürgerinnen und Bürger ärgerlich sind.

• Für die einen sind die Steuern zu hoch, für andere zu tief.

• Es wird ein Ausbau der Kinderbetreuung gefordert und dies zu tieferen Preisen.

• Weitere möchten das verdichtete Bauen stoppen, jedoch keine weiteren Grünflächen einzonen und trotzdem dem stetigen Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Wohnraum Rechnung tragen.

• Die Vereine sollen umfassender unterstützt werden.

Viele Anliegen sind absolut nachvollziehbar. Genauso sind sie aber teilweise widersprüchlich und wie überall in der Demokratie benötigen sie Mehrheiten, damit sie umgesetzt werden können. Die Vorstellung, der Gemeindeammann sei ein Alleinherrscher, der alles selbst bestimmen und umsetzen kann, ist genauso falsch wie die Hoffnung auf einen neuen, unbelasteten Ammann, der diese Einzelwünsche sofort in die Hand nehmen und umsetzen kann. Denn es ist der politische Prozess zwischen der Bevölkerung, dem Einwohnerrat und dem Gemeinderat, der die Agenda bestimmt – und glücklicherweise nicht eine Einzelperson. Ich bringe 30 Jahre politische Erfahrung in Wettingen mit, davon die letzten fünf Jahre als Gemeindeammann. Ich knie mich rein für Wettingen und möchte dies auch zukünftig tun. Vom Gemeindeammann dürfen Sie erwarten, dass er dies nicht nur an fünf Tagen oder 42 Stunden pro Woche macht, sondern nahezu rund um die Uhr. Wettingen ist aber auch keine Insel. Es ist wichtig, dass wir uns als bevölkerungsreiche Gemeinde auch in der Region Gehör verschaffen. Immer häufiger werden wichtige planerische Themen regional abgestimmt und umgesetzt. Als Präsident von Baden Regio, die 23 Gemeinden umfasst, kann ich hier wesentlich für Wettingen Einfluss nehmen, genauso wie als Mitglied des Grossen Rates des Kantons Aargau. Es geht hier nicht um das Sammeln von «Ämtlis», sondern um die direkte Einflussnahme an verschiedenen Stellen zum Wohle der Gemeinde Wettingen. Demokratie heisst, dass Sie die Wahl haben. Politische Erfahrung und Einsitznahme in entscheidenden Gremien sind nicht die absolute Voraussetzung für das Amt des Gemeindeammanns, aber sie helfen in einem grossen Mass und dienen dem Wohle der Gemeinde Wettingen. Davon bin ich fest überzeugt. Demokratie heisst auch Verantwortung übernehmen. Sie als Stimmberechtigte oder Stimmberechtigter übernehmen Verantwortung und die Mehrheit entscheidet. Die gewählte Person übernimmt diese Verantwortung und führt sie in den nächsten Jahren nach bestem Wissen und Gewissen aus. Ich möchte auch in Zukunft Verantwortung übernehmen für Wettingen. Ich will führen, mitentscheiden, als Teamplayer vermitteln und Mehrheiten schaffen. Ich danke Ihnen, wenn Sie mir mit Ihrer Stimme dieses Vertrauen schenken und diese Verantwortung übertragen. Herzlichen Dank für Ihre Stimme!

Ihr Roland Kuster

PS: Mein konkreter Leistungsausweis der letzten fünf Jahre und meine Vorstellungen für die Weiterentwicklung der Gemeinde entnehmen Sie bitte der Website www.roland-kuster.ch. Bei Fragen können Sie sich gerne auch direkt an mich wenden: rk@roland-kuster.ch